Der Bahnhof

Der Bahnhof

Historie

1864 erteilte das Herzogtum Anhalt die Genehmigung zum Bau einer Eisenbahnlinie zwischen Halberstadt-Aschersleben-Bernburg-Halle. Die Bedingung war, dass eine Nebenlinie nach Ballenstedt gebaut werden musste, wo das Herzogtum eine Sommerresidenz hatte.

1865 begannen die Arbeiten an der Strecke von Frose nach Ballenstedt. Der Zugverkehr auf der Strecke von Frose zum Schloss Ballenstedt wurde am 7. Januar 1868 eröffnet, und am 1. Juli 1886 wurde die Strecke über Gernrode nach Quedlinburg verlängert.

Der Schlossbahnhof Ballenstedt wurde 1890 erbaut. Auf dem Bahnhof wurde eigens für den Herzog ein Wachhaus gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Schlossbahnhof Ballenstedt in Ballenstedt-Westbahnhof umbenannt. Zu DDR-Zeiten wurden der Bahnhof und die Bahn von Einheimischen intensiv genutzt. Nach dem Fall der Mauer verschlechterte sich der Transport per Zug rapide. Im Jahr 2003 wurde der gesamte Zugverkehr auf der Strecke eingestellt.

Seitdem steht das Bahnhofsgebäude weitgehend leer. Der jahrelange Leerstand wirkte sich auf den Zustand des Gebäudes aus, so dass das Bahnhofsgebäude einer größeren Renovierung bedurfte.

Werfen Sie einen Blick in und um das Bahnhofsgebäude

Video abspielen
Video abspielen
Video abspielen

Bilder

Ballenstedt

Die Stadt Ballenstedt (9.000 Einwohner) ist etwa 2,5 Autostunden von Berlin und 450 Kilometer von Zwolle entfernt. Ballenstedt liegt am oberen Rand des Harzes.

Eine besondere Attraktion von Ballenstedt sind die so genannten Gegensteine, zwei Felsspitzen, die Teil einer größeren Felsformation, der Teufelswand, sind, die sich über eine Länge von 20 km zwischen Blankenburg und Ballenstedt erstreckt.

Im Jahre 1030 wurde auf dem heutigen Schlossberg von Ballenstedt ein Benediktinerkloster gegründet. Dieses Kloster wurde im 16. Jahrhundert zerstört, und im 17. und 18. Jahrhundert baute der Fürst von Anhalt auf den Ruinen eine Burg im Barockstil. Im begleitenden Schlosstheater spielten Komponisten wie Franz List und Albert Lortzing.

Zu DDR-Zeiten verschwand der Tourismus in Ballenstedt, der Herzog wurde enteignet und das Schloss in eine Ausbildungsstätte umgewandelt. Das Schloss ist nun wieder renoviert worden.

Die breite Allee (Allee), die den Zugang zum Schloss ermöglicht, ist 4 km lang und verläuft quer durch die Stadt. In Ballenstedt gibt es noch alte Stadtmauern und Wachtürme aus dem 16. Jahrhundert.

Für Sportler, Wanderer, Radfahrer, Naturliebhaber, Wintersportler, Kulturliebhaber, Sportflieger und Motorradfahrer ist Ballenstedt ein idealer Ausgangspunkt für einen Aufenthalt in dieser schönen Region.

Ballenstedt liegt an der europäischen Wanderroute E11, die von Den Haag bis zur Grenze von Polen und Litauen führt. Durch Ballenstedt verläuft auch der europäische Radweg R1, der von Calais in Frankreich nach St. Petersburg in Russland führt.

Die Orte Quedlinburg und Wernigerode sind in 15 Minuten zu erreichen, diese Orte mit ihren schönen Fachwerkhäusern stehen auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Der Harz

Der Harz liegt in Mitteldeutschland und erstreckt sich 110 km in Ost-West-Richtung und ist 30 bis 40 km breit. Es ist ein gebirgiges Gebiet mit viel Wald. Das Gebirge gliedert sich in den Oberharz im Westen, den Hochharz, zu dem das Brockenmassiv mit dem höchsten Berg De Brocken (1142 Meter hoch) gehört, den Unterharz im Osten und den Nordharz, zu dem Ballenstedt gehört.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlief die Grenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR durch den westlichen Teil des Harzes. Der Brocken und die umliegenden Gipfel befanden sich im Osten und wurden zum militärischen und daher verbotenen Gebiet erklärt.

Nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 expandierte der Tourismus, insbesondere auf dem Brocken, erheblich. Jährlich besuchen eine Million Touristen das Gebiet, das heute als “Grünes Band” bezeichnet wird. Hier hat die Natur aufgrund der langen Abwesenheit des Menschen ihren Lauf nehmen können, was zu einem attraktiven Wander- und Fahrradgebiet geführt hat.

Im Harz finden Sie verschiedene Naturschutzgebiete, Höhlen, Burgen, Schlösser, Museen, schöne Aussichten und Skimöglichkeiten. Die schöne Natur, das vielfältige Kulturerbe und die Römerstraße machen diese Region zu einem Anziehungspunkt für Touristen aus ganz Europa.